Vorbestellbar. Voraussichtlich erhältlich ab 11. November 2026 (St. Martinstag).
Über das Buch
Chor der Unsichtbaren ist ein partizipatives Buchprojekt über weibliche Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Geschrieben von einer Frau mit eigener Wohnungslosigkeitserfahrung und mitgeschrieben von Frauen, die wissen, wovon sie sprechen.
Frauen ohne Wohnung bleiben in unserer Gesellschaft oft unsichtbar. Manche leben auf der Straße, andere in Notunterkünften, bei Bekannten, in provisorischen Unterkünften oder in Verhältnissen, die ihnen ein Dach über dem Kopf geben, aber kein Zuhause. Auch wenn die Wohnungslosigkeit endet, sind ihre Folgen nicht einfach vorbei.
Dieses Buch macht diese Frauen sichtbar. Nicht, indem andere über sie sprechen, sondern indem sie selbst erzählen: von ihrem Leben, ihren Erfahrungen, von Gewalt und Verlust, von Angst und Scham, aber auch von Würde, Hoffnung, Widerstandskraft und dem Wunsch nach einem eigenen Ort.
Ihre Texte werden nicht erklärt, geglättet oder stellvertretend erzählt. Es sind ihre Worte, ihre Perspektiven, ihre Geschichten.
Jede dieser Stimmen steht für sich. Gemeinsam werden sie zu einem Chor.
Im zweiten Teil findet dieser Chor ein Echo: Erfahrungen, gesellschaftliche Zusammenhänge und politische Fragen rund um weibliche Wohnungs- und Obdachlosigkeit werden aufgegriffen und weitergedacht.
Lesungen mit Janita-Marja Juvonen
Über Janita-Marja Juvonen
Janita-Marja Juvonen, die in den offiziellen Papieren schlicht als Janita geführt wird, ist eine Frau mit vielen Namen und noch mehr Lebenserfahrungen. Geboren als Janita-Marja, wurde sie von ihren Adoptiveltern in Stefanie umbenannt und trug auf den Straßen den Spitznamen JJ. Trotz der vielen Identitäten und Herausforderungen in ihrem Leben, bleibt eines konstant: Sie ist und bleibt Janita-Marja Juvonen.
Sie hat mehr erlebt als die meisten Menschen in einem ganzen Leben. Sie hatte 14 Jahre lang mit schwerer Drogenabhängigkeit und Obdachlosigkeit zu kämpfen. Diese Jahre haben nicht nur physische, sondern auch emotionale Narben hinterlassen, die sie zur Frührentnerin gemacht haben.
Doch Ruhestand bedeutet für Janita-Marja Juvonen keineswegs Untätigkeit. Sie engagiert sich leidenschaftlich in der Aufklärungsarbeit rund um die Themen Obdachlosigkeit und Sucht. Besonders am Herzen liegen ihr Schulbesuche, wo sie ihre Erfahrungen mit einer breiten Altersgruppe teilt, von 7 bis 109 Jahren. Darüber hinaus bietet sie Stadtführungen in Essen an, die sich dem komplexen Thema der Obdachlosigkeit widmen.
Dank der sozialen Medien hat sie eine Plattform gefunden, um ihre Botschaft weiter zu verbreiten. Sie bloggt regelmäßig über ihre Erfahrungen und möchte damit die oft unsichtbaren Aspekte von Obdachlosigkeit und Sucht beleuchten. Ihr Ziel ist es, der Obdachlosigkeit ein Gesicht zu geben und Sichtbarkeit für die Menschen im Schatten der Gesellschaft zu schaffen.
Janita-Marja Juvonen in den Medien
Laudatio an der Preisverleihung Förderung partizipativer Angebote in der Wohnungsnotfallhilfe
Aufzeichnung des Livestreams vom 11.9.2026: https://streamyard.com/watch/kPKC6Vz2ad66