Nürnberg 1834: Zwei junge Männer kämpfen leidenschaftlich um die Zukunft der Luftfahrt.
Der eine schwört auf den steuerbaren Ballon, der andere träumt vom Flugzeug. Was als Freundschaft begann, wird zum erbitterten Kampf. Medienrummel, Crowdfunding über Zeitungsanzeigen, üble Nachrede – kein Mittel ist ihnen zu schäbig, um den einstigen Freund zu vernichten.
Während Carl Spitzweg das Biedermeier als heile Welt malt, brodelt längst der Aufbruch: Heine und Börne schreiben trotz Zensur gegen die Obrigkeit, die Fotographie revolutioniert die Welt, und 1835 schnauft die erste deutsche Eisenbahn durch die Lande.
Die Hauptakteure in «Flugsommer» von Gerd Folkers sind historisch belegt, ebenso wie ihre verwegenen Baupläne. Tauchen Sie ein in die Rückseite der Biedermeiergemütlichkeit – wo Träume und Ambitionen aufeinanderprallen.
Über Gerd Folkers
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Künstlerin: Doris Hürzeler, Zürich
Gerd Folkers nervte schon als Kind mit Warum-Fragen – deshalb widmete er sich den Wissenschaften. Der gebürtige Rheinländer studierte in Bonn Pharmazie und wurde 1991 Professor für Pharmazeutische Chemie, 2015 auch für Science Studies an der ETHZ Zürich. Seine Forschung konzentrierte sich auf das Design neuer Wirkstoffe anhand ausgeklügelter Computermodelle.
Von 2004 bis 2015 war er Direktor des Collegium Helveticum, dem «Swiss Institute for Advanced Study», und fünf Jahre Präsident des Schweizerischen Wissenschaftsrats. Seit 2018 ist er emeritiert. Bücher sind seine Leidenschaft – er schreibt sie, lernt gerade sie zu binden und versucht sich schon sein Leben lang als Illustrator.